Die erst 2006 gegründeten DIGNITY spielen melodischen Hard Rock, mit dem die Österreicher allerdings sicher keinen Blumentopf für ihre Originalität gewinnen dürften. Aber viele positive Aspekte wie der gute Griff mit dem Schweden Jake E. (DREAMLAND) als Sänger, teils sehr griffige Refrains, eine amtliche und druckvolle Produktion und eine vergleichsweise große Bandbreite innerhalb der Genregrenzen stehen dem gegenüber. Der hymnische Titelsong „Project Destiny“ oder das epische und hochmelodische „Icarus“ seien mal stellvertretend für das über weite Strecken gute Material genannt. Manchmal ist allerdings weniger mehr, denn „Inner Demons“ klingt beispielsweise leicht zerfahren und zusammengeschustert. Für das Debüt einer jungen Band fällt „Project Destiny“ jedoch erstaunlich reif aus. Die abschließende Coverversion von „Don’t Pay The Ferryman“ (CHRIS DE BURGH) dürfte allerdings kontrovers diskutiert werden, obwohl sie zumindest alles andere als angestaubt klingt. Ob überhaupt ein Cover bei der nicht üppigen Spieldauer angebracht ist, ist eine völlig andere Frage.
Martin Stark
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